Führung beginnt damit, wie ich mit dem „kleinen Menschen“ umgehe

Heute habe ich im Rahmen meiner üblichen Social-Media-Aktivitäten meine Unzufriedenheit mit Nextdoor, dessen Unternehmenskultur und CEO Nirav Tolia zum Ausdruck gebracht.

Ich begann darüber nachzudenken, wo ich eine der wertvollsten Lektionen meines Lebens gelernt hatte.

Es fand weder in einem Sitzungssaal noch in einem Hörsaal der Stanford University statt.

Es kam von alltäglichen Jobs – vom Fegen von Böden in einem Feinkostladen, vom Austragen von Zeitungen, vom Entfernen von Kaugummi von einem Kinoteppich und von all den Arbeiten, die die Gesellschaft am Laufen halten.

Diese Erfahrungen lehrten mich ein einfaches Glaubensbekenntnis:

Behandle jeden so, als wäre er der CEO.

Der Mitarbeiter, der bei Jersey Mike's das Sandwich zubereitet. Der Tankwart in Oregon. Die Gärtner, die die Nachbarschaft aufräumen. Der Hausmeister, die Kassiererin, die Rezeptionistin, der Callcenter-Mitarbeiter.

Jeder Mensch verdient Anerkennung. Jeder Mensch verdient es, gehört zu werden.

Hier, so glaube ich, beginnt das Kulturproblem bei Nextdoor.

Ich bin kein Milliardär und Investor. Ich bin kein prominenter Unternehmer. Ich habe keine Fernsehsendung und trage auch nicht den Titel „Gründer der Höhle der Löwen“. Und ich stimme nicht automatisch jeder Behauptung zu, KI sei die Lösung für alles.

Heißt das, dass mein Feedback ignoriert werden soll? Meine Fragen unterdrückt werden? Mein LinkedIn-Konto gesperrt wird, weil ich Bedenken als Aktionär geäußert habe?

Führung misst sich nicht daran, wie man einflussreiche Personen behandelt. Sie misst sich daran, wie man die Person behandelt, die keinerlei Macht hat.

Ich würde den Ingenieur für Gebäudetechnik lieber wie den Geschäftsführer behandeln, als einen Geschäftsführer nachzuahmen, der den kleinen Mann ignoriert.

Denn ein Ansatz schafft Loyalität und Vertrauen.

Das andere erzeugt Groll.

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Tag 1: Immer noch am Warten, nebenan