Heilung… oder zumindest nennen wir es so
Das heutige medizinische Update enthält zwei Anschauungsbeispiele: das Auge und den Arm.
Fangen wir mit dem Auge an.
Das Silikonöl wurde vor ein paar Tagen entfernt, und irgendwie sieht mein Auge jetzt stärker gequetscht aus als am ersten Tag. Anscheinend neigt der Heilungsprozess manchmal dazu, die Dinge erst schlimmer aussehen zu lassen, bevor sie besser werden.
Und wie sieht man das durch dieses Auge?
Zuvor hatte ich es so beschrieben, als würde man durch ein Glas trüber Flüssigkeit schauen.
Ich habe beschlossen, dass diese Beschreibung überarbeitet werden muss.
Das ist, als würde man durch Salatdressing hindurchsehen.
Kein Ranch-Dressing. Kein Thousand-Island-Dressing. Ich denke eher an Vinaigrette– etwas leicht Trübes, bei dem sich Öl und Flüssigkeit trennen und die Schwerkraft alles in Bewegung hält.
Im Grunde ist mein Augapfel zu einer Soßenflasche geworden.
Unterdessen gibt es auch noch The Arm.
Das ist die Schürfwunde vom Teppich, die ich mir am Freitag bei der unglücklichen Auseinandersetzung zwischen meiner Beinprothese, der Schwerkraft und einer großen Passionsfruchtlimonade von Dutch Bros zugezogen habe.
Es sieht schrecklich aus.
Es fühlt sich… überraschend gut an.
Es tut kaum weh.
Vielleicht bin ich einfach nur hart im Nehmen.
Oder vielleicht sind es diese steroidhaltigen Augentropfen.
Ich spritze mir viermal täglich Steroide ins Auge, also wandern sie bestimmt irgendwann in meinen Arm und verwandeln mich in den Hulk. So wirken Medikamente doch, oder?
Das heutige Ergebnis:
👁️ Auge: Sieht schlechter aus. Sehkraft dank Vinaigrette.
💪 Arm: Sieht schrecklich aus. Tut kaum weh.
🟢 Hulk-Transformation: Noch ausstehend.
Ich werde diesen hochwissenschaftlichen Heilungsprozess weiter dokumentieren, während sowohl mein Auge als auch mein Arm herausfinden, was sie tun.
So wie es aussieht, bin ich einfach nur froh, dass sonst nichts ausgelaufen ist, geblutet, blaue Flecken bekommen oder abgefallen ist.
Die Erholung schreitet voran.
Die Schwerkraft siegt wieder einmal: Als meine Prothese entschied, dass wir fallen
Gestern, noch bevor mein Treffen der Selbsthilfegruppe überhaupt begonnen hatte, beschloss ich, einen großen Auftritt hinzulegen.
Nicht absichtlich.
Ich hatte eine große Passionsfruchtlimonade von Dutch Bros dabei. Hatte.
Ich machte einen falschen Schritt mit meiner Beinprothese, und die Prothese interpretierte diese Bewegung so: „Oh, wir machen noch einen Schritt? Verstanden.“
Aber das waren wir nicht.
Das Knie begann sich zu beugen.
Und wenn man eine Oberschenkelprothese trägt, kommt dieser magische Moment, in dem man erkennt:
Ich gehe unter.
Sobald sich die Prothese so biegt, als würde ich das Bein für den nächsten Schritt durchschieben, kann ich sie nicht einfach zurückziehen und sagen: „Schon gut.“
Die Physik hat den Auftrag bereits angenommen.
Und so ging ich hinunter.
Und das Gleiche galt für die Passionsfruchtlimonade.
Überall. Auf. Dem. Teppich.
Dabei habe ich mir eine ziemlich heftige Schürfwunde am Arm zugezogen. Sie hat geblutet, und wie man auf dem Bild sieht, wird sie mich wohl noch eine Weile an dieses Abenteuer erinnern.
Zum Glück schmerzt der Arm gar nicht so sehr.
Mein Stolz? Das ist eine andere Geschichte.
Es hat etwas besonders Demütigendes, vor Leuten hinzufallen und gleichzeitig ein riesiges Getränk über den Teppich zu schleudern.
Zumindest habe ich für die Unterhaltung vor dem Meeting gesorgt.
Stürze mit einer Prothese sind deshalb interessant, weil man oft nicht viel Zeit zur Erholung hat. Ich wusste sofort, was los war, als sich das Knie zu beugen begann.
Mein Gehirn: Wir stürzen ab.
Meine Prothese: Korrekt.
Schwerkraft: Die habe ich von hier.
Die gute Nachricht ist: Mir geht es gut. Mein Arm wird heilen. Mein Stolz wird sich auch wieder einstellen.
Ich bin mir bezüglich des Teppichs nicht sicher.
Tag 76: Vielleicht habe ich die falsche Frage gestellt
Seit 76 Tagen stelle ich mir immer wieder dieselbe Frage in irgendeiner Form:
Wo sind die detaillierten Daten?
Heute ändere ich die Fragestellung.
Warum sollte man etwas als verfügbar bewerben, wenn man nicht bereit ist, es anzubieten?
Das ist eine viel interessantere Frage.
Nextdoor veröffentlichte Insights-Artikel, die nicht einfach nur sagen: „Hier ist unsere Recherche. Hoffentlich hat sie Ihnen gefallen.“
Sie laden insbesondere Leser, die mehr erfahren möchten, dazu ein, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen.
Die Formulierung ist ziemlich eindeutig: Wenn Sie „detaillierte Daten, zusätzliche Zielgruppensegmente und strategische Empfehlungen“ wünschen, wenden Sie sich an die von Nextdoor angegebene Person.
Das habe ich also getan.
Und da sind wir nun.
Tag 76.
Stellen Sie sich das an einem anderen Ort vor
Ein Restaurant bietet Folgendes an:
„Fragen Sie Ihren Kellner nach den heutigen Desserts.“
Du fragst.
Der Kellner reicht Ihnen erneut die Speisekarte.
Sie erklären:
„Nein, das habe ich schon gelesen. Ich frage nach den Desserts, nach denen ich fragen soll.“
Sie reichen Ihnen erneut die Speisekarte.
Sie müssen genau beschreiben, was Sie anfragen.
Du zeigst auf den Satz, der dich auffordert, zu fragen.
Schließlich schickst du ihnen ein Bild des Satzes.
Und dann...
Nichts.
Irgendwann fragt man sich nicht mehr, was es zum Nachtisch gibt.
Sie fragen sich, warum das Restaurant diesen Satz auf die Speisekarte gesetzt hat.
Genau da stehe ich im Moment mit Nextdoor.
Es geht hier eigentlich nicht mehr um einen Bericht
Die Forschung ist mittlerweile fast zweitrangig.
Mich fasziniert die Diskrepanz zwischen Einladung und Ausführung.
Wenn eine Organisation öffentlich Folgendes mitteilt:
Kontaktieren Sie uns für X
Es sollte wohl ein Verfahren geben, das regelt, was passiert, wenn jemand tatsächlich...
kontaktiert Sie für X.
Wer ist teilnahmeberechtigt?
Was wird versendet?
Gibt es eine Umsatzvorgabe?
Ist es nur für Werbetreibende verfügbar?
Gibt es einen Mindestbetrag für Werbeausgaben?
Ist es firmeneigen und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich?
Gibt es eine Geheimhaltungsvereinbarung?
Ist das einfach etwas, was Nextdoor mir nicht anbieten möchte?
Jede dieser Antworten wäre zumindest eine Antwort.
Und wenn die Weitergabe der Informationen an Bedingungen geknüpft ist, warum werden diese Bedingungen nicht offengelegt, wenn die Leute aufgefordert werden, die Informationen anzufordern?
Vielleicht steckt hier eine größere Marketinglektion drin
Handlungsaufrufe sind Versprechen.
Laden Sie den Leitfaden herunter.
Demo anfordern.
Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.
Fordern Sie detaillierte Daten an.
Jede dieser Aussagen weckt eine Erwartung.
Mit Marketing schafft man es, jemanden durch die Tür zu bringen.
Die Operationsabteilung legt fest, was passiert, nachdem sie den Prozess durchlaufen haben.
Und wenn diese beiden Dinge nicht zusammenpassen, entdeckt der Kunde die Lücke.
Das ist mittlerweile viel interessanter geworden als meine ursprüngliche Anfrage.
Ich musste keinen versteckten Nextdoor-Prozess aufdecken.
Ich bin dem Aufruf von Nextdoor gefolgt.
Tag 76 hat also eine neue Frage
Ich frage Nextdoor heute nicht, wo die detaillierten Daten zu finden sind.
Das habe ich schon oft gefragt.
Stattdessen:
Nextdoor, was soll passieren, wenn jemand genau das tut, was Ihre Marketingstrategie vorgibt?
Weil ich es getan habe.
Und 76 Tage später versuche ich immer noch, es herauszufinden.
Vielleicht sind die wichtigsten Daten, die ich während dieses Experiments gesammelt habe, überhaupt nicht in den Berichten enthalten.
Vielleicht liegt es an den 76 Tagen Kundenerfahrung, die während des Versuchs, sie zu erhalten, gesammelt wurden.
Das entwickelt sich mittlerweile zu einem beachtlichen Datensatz für sich.
Tag 76.
Die Forschungsanfrage wird fortgesetzt.
Aber anscheinend kommt das auch bei den Recherchen auf Nextdoor zum Vorschein.
Meine LinkedIn-Beiträge sind die Kurzfassung. Die vollständige Nextdoor-Fallstudie finden Sie unter NielFlamm.com/blog.
Und abonnieren Sie NielFlamm.com , um auf dem Laufenden zu bleiben.
Gleiches Buch, anderer Titel: Von entscheidenden Konfrontationen zu entscheidender Verantwortlichkeit
Mir ist kürzlich etwas Interessantes aufgefallen: „Crucial Confrontations“ und „Crucial Accountability“ sind im Grunde dasselbe Buch. Die Autoren haben zwar den Titel geändert, aber die Kernaussage – die Bewältigung von Enttäuschungen, Vertragsbrüchen und Fehlverhalten – ist dieselbe geblieben.
Der neue Titel ist logisch.
Das Wort Konfrontation hat einen schlechten Ruf. Die Leute hören es und stellen sich sofort Geschrei, Aggression, gegenseitige Beschuldigungen und jemanden vor, der wie bei einem Reality-TV-Wiedersehen einen Tisch umwirft.
Konfrontation muss aber nicht aggressiv sein. Manchmal bedeutet sie einfach, ein unangenehmes Problem direkt anzusprechen, anstatt so zu tun, als sei es nicht geschehen.
Und anscheinend habe ich in letzter Zeit viele Konfrontationen durchgemacht.
Ich habe unbeantwortete Anfragen hinterfragt, widersprüchliche Erklärungen angezweifelt, nachgehakt, als man hoffte, ich würde es vergessen, und mich geweigert, Schweigen als zufriedenstellende Antwort zu akzeptieren. Ich suche keinen Streit. Ich suche Antworten.
Das ist keine Aggression. Das ist Verantwortungsübernahme.
Deshalb ist der überarbeitete Titel besser. Rechenschaftspflicht beschreibt den eigentlichen Zweck dieser Gespräche: festzustellen, was versprochen wurde, zu erklären, was tatsächlich geschehen ist, und zu fragen, was unternommen wird, um die Differenz zu beheben.
Natürlich würden manche den ursprünglichen Titel bevorzugen – insbesondere, wenn sie selbst zur Rechenschaft gezogen werden. Die Bezeichnung „Konfrontation“ erleichtert es, die Person, die Fragen stellt, als Problem darzustellen.
Das kann sich als zu einfacher Ausweg erweisen:
„Warum verhalten Sie sich so konfrontativ?“
Übersetzung: „Warum hörst du nicht auf, nach der Sache zu fragen, die ich noch nicht beantwortet habe?“
Die geänderte Sprache ändert nichts an meiner Vorgehensweise. Ich werde weiterhin direkte Fragen stellen und nachhaken, und ich erwarte von Menschen und Organisationen, dass sie zu ihren Worten und Taten stehen.
Nennen Sie es Konfrontation, wenn Sie wollen.
Ich nenne es Verantwortlichkeit – und ich lasse den einfachen Ausweg nicht zu.
Tag 2: Mein Auge hat schon bessere Tage gesehen 👁️
Zwei Tage nachdem das Silikonöl aus meinem Auge entfernt wurde, und so sieht es jetzt aus.
Wie man auf dem Bild sieht, ist mein Auge immer noch sehr rot und gereizt. Es sieht momentan so aus, als hätte ich entweder eine Augenoperation gehabt oder meinen Gegner in einer Kneipenschlägerei gewaltig unterschätzt.
Zur Information: Augenoperation.
Das Seltsamste ist nach wie vor das Sehen. Ich schaue immer noch durch etwas, das sich anfühlt wie ein Glas trüber Flüssigkeit, komplett mit einer sichtbaren Linie, die sich durch die Schwerkraft verschiebt.
Es ist, als hätte mir jemand eine winzige Wasserwaage ins Auge, nur dass diese beim Aufhängen von Bildern deutlich weniger nützlich ist.
Ich nehme weiterhin viermal täglich meine Augentropfen – eine Kombination aus Antibiotikum und Steroid. Ich habe mehrmals nachgesehen, und trotz der Steroide bin ich weder grün geworden, habe mir das Hemd vom Leib gerissen noch bin ich zum Hulk geworden.
Enttäuschend.
Nachts trage ich die Augenschutzschiene wieder, um alles während des Heilungsprozesses zu schützen. Nächste Woche habe ich dann einen Kontrolltermin beim Netzhautchirurgen, um den Heilungsfortschritt überprüfen zu lassen.
Zur Zeit?
Rote Augen. Verschwommenes Sehen. Augentropfen. Augenschutz.
Und anscheinend habe ich einen Platz in der ersten Reihe, um die Schwerkraft aus meinem eigenen Auge heraus zu beobachten.
Der zweite Tag der Genesung geht weiter.