Wenn Schuldgefühle real werden: Genesung, psychische Gesundheit und Wiedergutmachung
Der „Down a Hole“ ist zurück, und Fish und ich widmen uns einer schwierigen Frage: Was passiert, wenn jemand echte Schuldgefühle wegen Ereignissen empfindet, die er während einer Psychose erlebt hat – selbst nachdem er erkannt hat, dass diese Ereignisse nie stattgefunden haben?
In dieser Folge geht es um einen Mann in der Genesungsphase, der glaubte, drei Töchter zu haben und als Vater versagt zu haben. Die Töchter existierten nicht, doch seine Erinnerungen und Schuldgefühle fühlten sich für ihn weiterhin sehr real an. Sollte er sich bei Menschen entschuldigen, die nie existiert haben? Könnte ihm das Erleichterung verschaffen oder würde es die Wahnvorstellung nur verstärken?
Es gibt keine einfache Antwort. In unserem Gespräch beleuchten wir die komplexe Schnittstelle von Nüchternheit, psychischer Gesundheit, Schuldgefühlen, Verantwortung und Spiritualität. Wir erörtern auch, warum jemand, der mit diesen Fragen konfrontiert ist, nicht versuchen sollte, sie allein zu bewältigen. Ein Therapeut, Psychiater, Mentor oder eine andere qualifizierte und vertrauenswürdige Person kann helfen, den besten nächsten Schritt zu finden.
Das Ansehen dieser Folge kann eine andere Perspektive auf den Genesungsprozess eröffnen und ein besseres Verständnis dafür vermitteln, wie real sich die Erfahrungen anderer anfühlen können – selbst wenn diese nicht unserer Realität entsprechen. Sie erinnert uns auch daran, dass Zuhören ohne vorschnelles Urteilen oder Abweisen die nötige Sicherheit für ein ehrliches Gespräch schaffen kann.
Der vollständige Podcast ist unter NielFlamm.com/podcast verfügbar .
Schauen Sie sich während Ihres Besuchs doch auch die anderen Podcast-Folgen auf der Website an. Jedes Gespräch beleuchtet unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Herausforderungen. Das Ansehen der Folgen kann Ihnen helfen, sich weniger allein zu fühlen, den Weg anderer besser zu verstehen oder selbst ein bedeutungsvolles Gespräch anzustoßen.
Manchmal liegt der größte Nutzen eines Podcasts nicht darin, dass er alle Antworten liefert. Er regt uns vielmehr dazu an, bessere Fragen zu stellen – und zuzuhören, wenn jemand mutig genug ist, einen verletzlichen Teil seines Lebens preiszugeben.
Meine Augen haben mich nicht getäuscht – das ist kein Parkplatz
Nach der Dialyse fuhr ich die 30 Minuten zu Retina Consultants of South Carolina in Ladson zu meinem Augenarzttermin.
Offenbar hatte man auf dem Parkplatz beschlossen, meine Sehkraft zu testen, bevor der Arzt dazu kommen konnte.
Ich sah ein Fahrzeug, das auf einer Stelle parkte, die eigentlich kein Parkplatz war, und unglaublich nah an die danebenstehenden Autos gequetscht war. Ich bin mir nicht sicher, ob die Bilder wirklich wiedergeben, wie wenig Platz zwischen den Fahrzeugen war.
Vielleicht war das Teil meiner Augenuntersuchung:
„Niel, kannst du das falsch geparkte Fahrzeug identifizieren?“
Ja. Ja, das kann ich.
Die Szene erinnerte mich an etwas, das vor vielen Jahren nach einer Geschäftsreise passiert war. Damals war ich weder körperlich noch seelisch nüchtern.
Ich kehrte zum Langzeitparkplatz am Flughafen O’Hare zurück, verließ den Zug und ging die Treppe hinunter. Mein Auto stand in der Nähe, was nach der Reise eigentlich eine angenehme Überraschung hätte sein sollen.
Stattdessen hatte jemand neben mir auf einem nicht vorhandenen Parkplatz geparkt. Sein Auto stand so nah an meinem, dass ich die Fahrertür nicht öffnen konnte.
Ich musste über die Beifahrerseite in mein Auto klettern – mit meinen immerhin 159 Kilogramm – und mich dann über die Mittelkonsole auf den Fahrersitz manövrieren.
Doch bevor ich das tat, gab ich dem Falschparker einen Grund, sich einen neuen Anstrich zu gönnen.
Das war nicht mein stolzester Moment.
Um es klarzustellen: Jemandes Fahrzeug zu beschädigen war falsch. Sein rücksichtsloses Parken rechtfertigte meine Reaktion nicht. Diese Geschichte soll weder als Ratschlag dienen noch etwas darstellen, das ich verherrlichen möchte. Sie zeigt lediglich ehrlich, wer ich damals war und wie schlecht ich mit Wut und Frustration umgegangen bin.
Heute reagiere ich anders.
Ich mache ein Foto. Ich schreibe einen Blogbeitrag. Ich weise auf das Problem hin, ohne ein größeres zu schaffen – und ohne jemandem einen Termin in der Autowerkstatt in den Kalender einzutragen.
Dennoch ist es egoistisch, in einer nicht vorhandenen Parklücke zu parken und anderen Fahrern kaum Platz zum Einsteigen zu lassen. Man weiß schließlich nicht, ob die Person neben einem in ihrer Mobilität eingeschränkt ist, einen Rollstuhl oder eine Prothese benutzt oder aus gesundheitlichen Gründen nicht über die Beifahrerseite einsteigen kann.
Und niemand – insbesondere nicht nach einer Dialyse und auf dem Weg zu einem Netzhautuntersuchungstermin – sollte gezwungen sein, auf dem Parkplatz Gymnastik zu machen, nur weil Sie entschieden haben, dass die aufgemalten Linien lediglich Vorschläge sind.
Meine Augen erholen sich vielleicht, aber selbst ich konnte sehen, dass das kein Parkplatz war.
Seid besser, Leute. Seid besser.
Gleiches Buch, anderer Titel: Von entscheidenden Konfrontationen zu entscheidender Verantwortlichkeit
Mir ist kürzlich etwas Interessantes aufgefallen: „Crucial Confrontations“ und „Crucial Accountability“ sind im Grunde dasselbe Buch. Die Autoren haben zwar den Titel geändert, aber die Kernaussage – die Bewältigung von Enttäuschungen, Vertragsbrüchen und Fehlverhalten – ist dieselbe geblieben.
Der neue Titel ist logisch.
Das Wort Konfrontation hat einen schlechten Ruf. Die Leute hören es und stellen sich sofort Geschrei, Aggression, gegenseitige Beschuldigungen und jemanden vor, der wie bei einem Reality-TV-Wiedersehen einen Tisch umwirft.
Konfrontation muss aber nicht aggressiv sein. Manchmal bedeutet sie einfach, ein unangenehmes Problem direkt anzusprechen, anstatt so zu tun, als sei es nicht geschehen.
Und anscheinend habe ich in letzter Zeit viele Konfrontationen durchgemacht.
Ich habe unbeantwortete Anfragen hinterfragt, widersprüchliche Erklärungen angezweifelt, nachgehakt, als man hoffte, ich würde es vergessen, und mich geweigert, Schweigen als zufriedenstellende Antwort zu akzeptieren. Ich suche keinen Streit. Ich suche Antworten.
Das ist keine Aggression. Das ist Verantwortungsübernahme.
Deshalb ist der überarbeitete Titel besser. Rechenschaftspflicht beschreibt den eigentlichen Zweck dieser Gespräche: festzustellen, was versprochen wurde, zu erklären, was tatsächlich geschehen ist, und zu fragen, was unternommen wird, um die Differenz zu beheben.
Natürlich würden manche den ursprünglichen Titel bevorzugen – insbesondere, wenn sie selbst zur Rechenschaft gezogen werden. Die Bezeichnung „Konfrontation“ erleichtert es, die Person, die Fragen stellt, als Problem darzustellen.
Das kann sich als zu einfacher Ausweg erweisen:
„Warum verhalten Sie sich so konfrontativ?“
Übersetzung: „Warum hörst du nicht auf, nach der Sache zu fragen, die ich noch nicht beantwortet habe?“
Die geänderte Sprache ändert nichts an meiner Vorgehensweise. Ich werde weiterhin direkte Fragen stellen und nachhaken, und ich erwarte von Menschen und Organisationen, dass sie zu ihren Worten und Taten stehen.
Nennen Sie es Konfrontation, wenn Sie wollen.
Ich nenne es Verantwortlichkeit – und ich lasse den einfachen Ausweg nicht zu.
Ruhe, Gelassenheit... und die längste Autohupe der Welt
Heute wurde mir wieder bewusst, dass Frieden und Gelassenheit keine Ziele sind – es sind Dinge, die ich jeden einzelnen Tag aufs Neue üben muss.
Ich habe diese Geschichte schon einmal erzählt, aber sie bringt mich immer noch zum Lachen... und gleichzeitig zum Fremdschämen.
Auf dem Heimweg von meiner ersten Untersuchung wegen Netzhautablösung in Hanahan, South Carolina, kam der Verkehr zum Erliegen. Stoßstange an Stoßstange. Mir machte das aber nichts aus. So ist das eben im Verkehr.
Dann beschloss jemand, dass der Seitenstreifen seine ganz persönliche VIP-Spur sei.
Sie flogen an allen vorbei, die geduldig gewartet hatten, und quetschten sich direkt vor mich.
Genau in diesem Moment war es mit meiner Gelassenheit für diesen Tag vorbei.
Ich habe nicht höflich gehupt.
Ich habe nicht gehupt, um ihnen zu zeigen, dass ich da bin.
Ich stellte ihnen das gesamte Sortiment meiner Autohupe vor.
Und ich habe es immer wieder vorgeschlagen.
So lange schon, dass ich buchstäblich meine Autohupe abgenutzt habe.
Ja... ich habe mein Horn abgebrochen.
Ich habe tatsächlich gehört, wie es seinen letzten Atemzug tat.
Ich bin mir ziemlich sicher, wenn mein BMW sprechen könnte, hätte er gesagt: „Niel... Kumpel... jetzt reicht's aber.“
Ich schätze, ich habe mindestens 15 Minuten lang ununterbrochen gehupt.
Die Person, die mich unterbrochen hat, hat mich wahrscheinlich nach 30 Sekunden schon wieder vergessen.
Währenddessen absolvierte ich offenbar ein Vorspiel für die erste Horngruppe des Low Country Symphony Orchestra.
Im Rückblick ist es urkomisch.
Es ist auch ein bisschen wild.
So kann Alkoholismus für mich heute aussehen. Es ist nicht so, dass ich gleich zum Alkohol greife – das war nie mein erster Gedanke, und Drogenkonsum war auch nie mein Ding. Stattdessen äußert er sich in Wut, Selbstgerechtigkeit und völlig sinnlosen Reaktionen.
Ich habe das Horn noch nie repariert.
Nicht etwa, weil ich keine Zeit hätte.
Nicht etwa, weil ich kein Geld hätte.
Ich habe es noch nicht repariert, weil ich meiner Meinung nach noch nicht wirklich gelernt habe, die Straße mit anderen zu teilen. Solange ich darin nicht weiterkomme, erinnert mich die kaputte Hupe täglich daran, dass ich noch daran arbeiten muss.
Bei der Genesung geht es nicht darum, perfekt zu werden.
Es geht darum zu erkennen, wann ich das Problem bin, die Verantwortung dafür zu übernehmen, gegebenenfalls über mich selbst zu lachen und zu versuchen, es morgen ein bisschen besser zu machen als heute.
Vor Kurzem dachte eine tolle Freundin aus einer meiner Selbsthilfegruppen an mich. Sie kennt meine Geschichte. Sie weiß, dass ich immer noch mit der Wut zu kämpfen habe, die mich plötzlich überkommt – und sie weiß, dass ich seitdem mit stummgeschalteter Hupe herumfahre.
Sie hat mich mit dem perfekten Geschenk überrascht.
Ich habe sofort gelacht.
Jetzt muss ich es noch auf meinem Armaturenbrett montieren.
Wenn ihr sehen wollt, was sie mir geschenkt hat – und einige der urkomischen Dinge hören wollt, die darauf stehen – dann geht zu:
Oh … und bevor es jemand bemerkt: Ignoriert bitte die fehlende Maniküre im Video. Dialyse, Alltag und Genesung haben mich momentan etwas auf Trab gehalten.
Wer hätte gedacht, dass ein abgebrochenes Horn zu einer meiner wichtigsten Erinnerungen an meine Genesung werden würde?
Das Leben hat so seine Art, uns Lektionen zu erteilen.
Manchmal erreichen uns diese Lektionen ganz leise.
Manchmal kommen sie an, begleitet von 15 Minuten ununterbrochenem Hupen.
Vielen Dank fürs Lesen! Wenn dich diese Geschichte zum Schmunzeln gebracht oder dich an einen deiner eigenen Momente des Wahnsinns erinnert hat, hinterlasse doch einen Kommentar. Ich würde mich freuen, davon zu lesen.
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Die Mitwirkung an der Gründung einer Godd3ss3s Cr3ation hat meine Genesung gestärkt
Eines der Projekte, auf das ich momentan besonders stolz bin, ist die Mitwirkung am Launch von A Godd3ss3s Cr3ation unter https://agodd3ss3scr3ation.com.
Die meisten kennen mich von NielFlamm.com , wo ich über alles Mögliche schreibe – von Führung und KI über Filmkritiken und Genesung bis hin zu allem, was mich sonst noch interessiert. Dieses Projekt ist mir jedoch sehr ans Herz gewachsen.
Die Zusammenarbeit mit Godd3ss Aisha und Godd3ss Alicia hat mir die Möglichkeit gegeben, etwas mitzugestalten, das sich um gesundes Leben, Achtsamkeit, Selbstfürsorge und die persönliche Weiterentwicklung dreht.
Überrascht hat mich, wie sehr es mir selbst geholfen hat.
Ich bin seit vielen Jahren trocken und habe gelernt, dass Genesung mehr ist als nur kein Alkohol. Das ist der Anfang – nicht das Ende.
meinen Körper und
meine Seele
zu achten
Es geht um die Menschen, mit denen ich mich umgebe, die Gespräche, die ich führe, und die Gedanken, die ich in mein Leben lasse.
Während ich Blogbeiträge redigiere, Ideen entwickle und Artikel für „A Godd3ss3s Cr3ation“ veröffentliche, lese ich ständig über Dankbarkeit, Loslassen, inneren Frieden bewahren, Stressbewältigung, Selbstfürsorge, gesunde Gewohnheiten und darüber, sich Zeit für sich selbst zu nehmen.
Ich kann nicht stundenlang Artikel über ein gesünderes Leben bearbeiten, ohne mich zu fragen, ob ich das selbst auch tue.
Die Blogs helfen nicht nur den Lesern, sondern
auch mir.
Ich war schon immer überzeugt, dass positive Energie auf mich abfärbt, wenn ich lange genug mit ihnen zusammen bin. In den Gesprächen mit Aisha und Alicia geht es nicht um Klatsch und Tratsch oder Negativität. Es geht um Wachstum, Heilung, neue Perspektiven und darum, jeden Tag besser zu werden.
Das bestärkt mich in den Prinzipien, nach denen ich während meiner Genesung gelebt habe.
Ich habe gelernt, dass Nüchternheit Pflege braucht. Man erreicht sie nicht einfach und denkt dann nie wieder daran. Genau wie körperliche Fitness, gesunde Beziehungen oder eine erfolgreiche Karriere erfordert auch die Genesung Aufmerksamkeit.
Die Mitwirkung am Start von „A Godd3ss3s Cr3ation“ ist für mich zu einem wichtigen Teil meiner Arbeit geworden.
Wenn einer unserer Blogbeiträge jemanden dazu anregt, innezuhalten, bevor er reagiert …
wenn er jemanden dazu inspiriert, besser auf sich selbst zu achten …
wenn er jemandem hilft, Hoffnung statt Verzweiflung zu wählen …
oder jemanden einfach daran erinnert, dass er es wert ist, in ihn zu investieren …
dann haben wir etwas Wertvolles erreicht.
Falls Sie die Seite noch nicht besucht haben, würde ich mich sehr über einen Besuch freuen.
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Vielen Dank an Godd3ss Aisha und Godd3ss Alicia für ihr Vertrauen, mir bei der Umsetzung dieser Vision zu helfen. Es war eine bereichernde Erfahrung, die meinen eigenen Weg jeden Tag aufs Neue stärkt.