„Bis bald“ – Wenn alle Marken gleich klingen

Ich hatte heute ein kurzes Telefonat mit T-Mobile – ich wollte mich nur nach einer Gutschrift für meinen Internetanschluss erkundigen (voraussichtlich am 26. Juni 2026 per virtueller Debitkarte). Der Mitarbeiter war hilfsbereit und verständlich und beendete das Gespräch mit folgenden Worten:

"Bis bald."

Dieser Satz ist mir im Gedächtnis geblieben. Weil ich ihn schon oft gehört habe. In verschiedenen Gesprächen mit:

Verizon

Amazonas

Google

Xfinity

Best Buy

Ziel

Walmart

American Airlines

Royal Caribbean Gruppe

United Airlines

Carvana

Carnival Cruise Line

Unterschiedliche Branchen. Unterschiedliche Marken. Gleicher Schluss. Was steckt wirklich dahinter?

Viele Offshore-Kundendienstzentren – insbesondere auf den Philippinen – schulen ihre Mitarbeiter darin, eine neutrale, höfliche und nicht endgültige Sprache zu verwenden.

"Bis bald.":

Klingt freundlich und nicht abrupt. Lässt auf fortlaufende Unterstützung schließen, falls nötig

Es vermeidet einen abweisenden oder geschäftsmäßigen Klang. Es entspricht kulturell der Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

👉 Und um es klarzustellen: Das ist keine Kritik an den Agenten. Sie tun oft genau das, was sie gelernt haben – und das gut. Das eigentliche Problem ist die Markenverwässerung. Es geht nicht um die Formulierungen, sondern um die Eintönigkeit.

Wann:

Target klingt wie Walmart

United klingt wie American

Royal Caribbean klingt wie Carnival

…Sie haben etwas Entscheidendes verloren: die Markenstimme auf menschlicher Ebene.

Wenn jede Interaktion auf die gleiche Weise endet, was unterscheidet dann eigentlich noch das Erlebnis? Logos? Farben? Preisgestaltung? Das reicht heutzutage nicht mehr aus.

Wo Qualitätssicherung und Schulung ihre Ziele verfehlen

Aus meiner eigenen Erfahrung im Bereich Lernen und Entwicklung in BPO-Umgebungen:

Skripte setzen die Authentizität oft außer Kraft

Die Qualitätssicherung konzentriert sich auf die Einhaltung von Vorschriften, nicht auf die Verbindung

Die Agenten werden darauf geschult, Anrufe abzuschließen, nicht Erlebnisse zu schaffen

Wir sind in eine Welt hineingerutscht, in der:

Checkliste abarbeiten > Beziehungsaufbau

Und das spüren die Kunden.

Die verpasste Gelegenheit

Jede Kundeninteraktion ist ein lebendiger Markenmoment. Kein Drehbuch. Keine Checkliste. Ein Augenblick.

Stellen Sie sich vor:

Eine Marke betonte die Bedeutung von Sicherheit

Ein anderer setzte auf Energie

Ein weiterer Fokus lag auf Effizienz

Selbst die letzten 3 Sekunden eines Anrufs können die Identität stärken.

Stattdessen erhalten wir:

"Bis bald."

Fazit

Unternehmen, die auf BPO-Partner angewiesen sind, müssen:

Gewinnen Sie die Kontrolle über Ihre Markenstimme zurück

Partner sollten für das Kundenerlebnis – und nicht nur für Kennzahlen – verantwortlich gemacht werden

Befähigen Sie Ihre Mitarbeiter, selbstständig zu denken, sich anzupassen und Verbindungen herzustellen

Denn im Moment? Es ist ein eher langweiliges Erlebnis in einer Welt, die nach Geschmack verlangt.

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#CustomerExperience #ContactCenter #BPO #BrandVoice #CXLeadership

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