Behindertenparkausweis, Parkverstöße auf olympischem Niveau 🅿️
Es gibt schlechtes Parken… und dann gibt es noch das hier.
Ja, das Auto hat ein Behindertenparkausweis. Meins auch. Und genau deshalb muss das angesprochen werden. Denn wer so parkt, als wolle er zwei Parkplätze, eine blaue Markierung und eine zusätzliche Auszeichnung ergattern, behindert nicht nur andere, sondern verstärkt auch das Vorurteil, dass behinderte Autofahrer rücksichtslos, unachtsam oder ahnungslos sind.
Um es klarzustellen: Ein Behindertenparkausweis berechtigt nicht zum planlosen Parken wie in Mario Kart. Die blauen Linien sind keine Empfehlungen. Der Zugangsbereich ist kein persönlicher Ausweichparkplatz. Und „nah genug dran“ ist keine praktikable Parkstrategie – vor allem dann nicht, wenn es auf absolute Präzision ankommt.
Besonders frustrierend (und auf makabre Weise komisch) ist, dass die Person, die am meisten unter dieser Art des Parkens leidet, meist selbst ein Mensch mit Behinderung ist. Jemand, der diesen Platz braucht, um eine Rampe auszufahren, eine Tür vollständig zu öffnen oder aus dem Fahrzeug auszusteigen, ohne dabei eine akrobatische Nummer aufzuführen.
Herzlichen Glückwunsch an diesen Fahrer, der im Alleingang:
– die Zufahrt blockiert
– faule Stereotype verstärkt
– und eine einfache Aufgabe in eine gemeinnützige Aktion verwandelt hat.
Wir kämpfen schon gegen genug Vorurteile an. Lasst uns den Kritikern nicht noch mehr in die Hände spielen, indem wir so tun, als hätten wir noch nie blaue Farbe gesehen.
Parke besser. Benehme dich besser. Du hilfst nicht.
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