Der Tag, an dem die Küstenregion zufror (und ich mir eine Hose anzog)
Es ist saukalt hier in der Lowcountry.
So um die -4 Grad Celsius, leichter Schneefall und alle fragen sich gleichzeitig: „Ist das hier überhaupt erlaubt?“
Trotz dieser arktischen Kälte bin ich trotzdem zu einem Treffen der Selbsthilfegruppe gegangen. Und zum ersten Mal seit fast einem Jahr habe ich eine mutige, historische Entscheidung getroffen:
Ich habe
eine lange Hose angezogen. Normalerweise trage ich Shorts. Einfach. Praktisch. Prothesenfreundlich. Mit einer Hose wird die Vorbereitung allerdings zum regelrechten Hindernisparcours:
Zuerst die Prothese durch das Hosenbein fädeln (bloß nicht hängen bleiben!).
Dann das gesunde Bein (einfach, aber nicht übermütig werden).
Dann den Stift im Schaft ausrichten.
Hoffen, dass alles passt.
Schaft festziehen.
Alles nochmal überprüfen.
Lebensentscheidungen hinterfragen.
Und das alles … nur um dann draußen zu frieren.
Jetzt kommt das eigentliche Dilemma:
Wenn ich morgen ins Kino will, muss ich das Ganze vielleicht wiederholen.
Es sei denn, Mount Pleasant macht wegen ein paar Zentimetern Schnee dicht.
Seien wir ehrlich – es gibt keine Schneepflüge.
Es gibt keine Streufahrzeuge.
Viele haben noch nie Schnee auf einer Palme gesehen.
Wenn die Stadt also dichtmacht, verstehe ich das.
Wenn nicht, trage ich wieder lange Hosen … vorsichtig, strategisch und leicht genervt.
Wie dem auch sei, wir sehen uns alle nach der langen Schneeschmelze.
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